Nos Phillipé / Nos Phillipé

nos phillipenos phillipe“The mood turns nightmarish, so much so that one imagines the unwitting explorers moving beyond the factory floor to a burning-hot torture chamber where eviscerated victims cling to life and wail in vain hope of rescue“ (Textura). Ein dramatischeres Bild ist kaum zu finden, das die musikalische Klanglandschaft - vor allem Field Recordings mit elektroakustischen Improvisationen, erzeugt durch Gitarren, Turntables, Bow-Strings und Schlagzeugbecken - von Nos Phillipé (Jonathan Webb and Robert Hopps) aus East London beschreiben könnte. Auf Black Atlas ist jetzt, wenige Monate nach ihrem Debut auf Confront, ihr zweites Album erschienen, das eine noch breitere Palette der akustischen Texturen zeigt. In drei überlangen Tracks wird hier eine post-industrielle Welt entworfen, die wie der Soundtrack eines verstörenden Endzeitfilms anmutet: Dark Ambient-Klänge mit dichten Bässen und stark verzerrten Effekten - Ein dröhnendes Rauschen aus geschichtetem Grau. Besonders in dem 24-minütigen „Live at Café Oto“ - dem End- und Kernstück des Albums - scheppert der metallische Sound zu diversen vertrackten Störgeräuschen, die sich ruhig, aber eindringlich zu einer bedrohlichen Collage auftürmen. Diese hallt auch nach dem letztlichen Verstummen der Klänge wie ein Geisterwesen in den eigenen Eingeweiden wider und lässt die auf der Netzhaut evozierten Bilder nur so flimmern.  -- Eileen Seifert

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